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Keine Tränen in Sicht

Hilfe gegen trockene Augen

Sind die Augen gerötet oder brennen, könnte die Ursache ein Mangel an Tränenflüssigkeit sein. Augenärzte sprechen hier von einem Siccasyndrom oder einer Keratoconjunctivitis sicca oder einfach vom trockenen Auge. Rund 12 Millionen Bundesbürger leiden darunter. Aus den unterschiedlichsten Gründen kommt es zu einer nicht ausreichenden Produktion von Tränenflüssigkeit. Dies kann sich durch ein Fremdkörpergefühl, Lichtempfindlichkeit, Brennen, müde Augen und sogar gesteigerten Tränenfluss bemerkbar machen.

Allerdings sollten solche Augenprobleme immer augenärztlich untersucht werden, denn es kann auch eine ernstzunehmende Augenerkrankung dahinterstecken. Trockene Augen können auch bei schwerwiegenden und chronischen Erkrankungen wie beispielsweise Rheuma, Schilddrüsenfunktionsstörungen, Hauterkrankungen und Allergien auftreten. Tränenersatzlösungen als Augentropfen können das Problem beheben. Im Prinzip handelt es sich beim „trockenen Auge“ um eine Benetzungsstörung der Augenoberfläche. Ursache ist eine zu geringe Menge der Tränenflüssigkeit oder eine falsche Zusammensetzung derselben. Der hauchdünne Tränenfilm befeuchtet die Binde- und Hornhaut, schützt sie vor dem Austrocknen und reinigt sie von Staub und anderen Ablagerungen. Dabei versorgt er die Hornhaut mit Nährstoffen und schützt sie vor Infektionen. Verteilt wird der Tränenfilm durch den Lidschlag, der alle fünf bis zehn Sekunden erfolgt.

Der Tränenfilm besteht aus drei Schichten. Innen auf der Hornhaut befindet sich die schleimhaltige Mucinschicht, in der Mitte die wässrige Schicht und außen die Lipidschicht, die dafür sorgt, dass die wässrige Schicht nicht verdunstet und der Tränenfilm aufreißt. Für einen Mangel können die unterschiedlichsten Faktoren verantwortlich sein. Sonne, Wind und Zugluft, geheizte sowie klimatisierte Räume, langes Arbeiten am Bildschirm (nicht ausreichender Lidschlag) oder Tabakrauch. Durch Veränderungen der Hormone und dem Nachlassen der Östrogenproduktion in den Wechseljahren leiden Frauen besonders häufig unter trockenen Augen. Aber auch die Einnahme zahlreicher Medikamente führt zu Trockenheit, wie z. B. Betablocker, Entwässerungsmittel, die Antibabypille und Psychopharmaka.

Ist die augenärztliche Diagnose gestellt, verschaffen Augentropfen mit Tränenersatz, auch als künstliche Tränen bezeichnet, Linderung. Diese Augentropfen stehen mit unterschiedlicher Viskosität als Tropfen, Geltropfen und Gel je nach Bedarf zur Verfügung. Die Viskosität wird durch den Einsatz von unterschiedlichen Gel- bzw. Filmbildnern erzielt. Häufig verwendet werden Povidon, Polyvinylalcohol, Carbomer, Carmelose, Hypromelose und Hyaluronsäure. Sie werden einzeln oder kombiniert verwendet und manchmal auch mit regenerierenden und heilungsfördernden Zusatzstoffen wie Dexpanthenol, Vitamin A und Lipiden ergänzt. Als naturheilkundliche, pflanzliche Alternative kommt auch ein Extrakt aus dem Augentrost infrage.

Besonders gut verträglich ist die körpereigene Hyaluronsäure, die durch ihr enormes Wasserspeichervermögen sehr effektiv befeuchtet.

Tränenersatzmittel müssen regelmäßig und mehrmals täglich nach dem persönlichen Bedarf in die Augen geträufelt werden. Für die langfristige Anwendung eignen sich Augentropfen ohne Konservierungsmittel besser, da Konservierungsmittel auf Dauer angewendet, eine austrocknende Wirkung haben. Auch Kontaktlinsenträger/ innen sollten auf Konservierungsmittel verzichten, da diese mit den Kontaktlinsen reagieren können. Dafür gibt es spezielle Mehrdosenbehältnisse, die eine Keimbesiedelung des Inhaltes verhindern oder Augentropfen in Einzeldosenbehältnissen, die speziell ohne Konservierung auskommen. Relativ neu sind Augensprays mit Sojalecithin in winzigen Fettkügelchen (Liposomen), die einfach auf die geschlossenen Lider gesprüht werden. Trockene Augen brauchen regelmäßige Erholungspausen und besonders reizarme Augenpflegeprodukte. Eine ausreichende Trinkmenge von anderthalb bis zwei Liter Flüssigkeit pro Tag trägt von innen zur Befeuchtung bei. Das Vermeiden von Zugluft und Wind verhindert Reizungen. Häufiges Blinzeln unterstützt die Benetzung des Auges. Die Auswahl der augenbefeuchtenden Präparate ist groß.

Das Team der Condor Apotheke berät Sie gern, das passende Präparat für Sie zu finden.

Hannelore Wolter
Condor Apotheke
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