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Wenn der Hals weh tut

Am 30. Dezember 2014

Halsschmerzen-apotheke-berlin-erkaeltung

Durchschnitt leidet jeder Erwachsene zwei bis drei Mal pro Jahr an Halsschmerzen, Kinder trifft es bis zu sechs Mal pro Jahr. In etwa 80 Prozent sind Erkältungsviren die Übeltäter, seltener sind Bakterien beteiligt. Sie gelangen über die Nase und den Mund in den Rachenraum und besiedeln die Schleimhäute. Im Mund- und Rachenraum hält der Speichel die Schleimhäute feucht. Trockene Luft Staub, Rauchen und Alkohol begünstigen eine Austrocknung. Einige Arzneimittel haben durch ihre Nebenwirkungen einen austrocknenden Effekt auf die Schleimhäute in Mund, Rachen und Hals. Unter anderem gehören die Blutdrucksenker, Antidepressiva und Präparate gegen Blasenschwäche dazu. Sind die Schleimhäute zu trocken, haben es die Krankheitserreger besonders einfach sich auszubreiten. In diesen Fall brauchen wir eine gute Immunabwehr, um die Erreger abzufangen. Im Rachen befindet sich ein wichtiger Teil der Immunabwehr. Er setzt sich aus den Gaumenmandeln, den Rachen- und Zungenmandeln zusammen. Die Abwehrreaktion des Immunsystem geht mit einer Rötung und Schwellung der betroffenen Schleimhäute einher. Eine akute Entzündung entsteht.

Die ersten Symptome sind meist Kratzen im Hals, ein Trockenheitsgefühl sowie Heiserkeit. Die schützende Schleimhautschicht geht verloren. Der Rachen ist gerötet und leicht verschleimt. Im weiteren Verlauf treten Halsschmerzen und Schluckbeschwerden auf. Je nachdem welcher Bereich betroffen ist, unterscheidet man zwischen einer Rachenentzündung (Pharyngitis), einer Stimmband- und Kehlkopfentzündung(Laryngitis) oder einer Mandelentzündung (Tonsillitis). Bei einer akuten Mandelentzündung (Angina)können die Schmerzen bis zum Ohr ausstrahlen. Sie bereitet Schmerzen beim Essen und Trinken und macht sich durch eine kloßige Aussprache bemerkbar. Halsschmerzen mit Husten und Heiserkeit deuten eher auf eine Kehlkopfentzündung hin.

Als erste Maßnahme helfen lokale Rachentherpeutika. Es gibt sie als Gurgellösung, Rachenspray und Halstablette. Die Auswahl richtet sich nach den Beschwerden. Es stehen eine Vielzahl an Wirkstoffen zur Verfügung. Sie wirken schmerzstillend (lokalanästhetisch), antiseptisch, antibakteriell, adstringierend (zusammenziehend) keimreduzierend; und entzündungshemmend. Bei den Halstabletten sind Kombinationen im Vorteil, da sie verschiedene Wirkstoffe enthalten, die sich in ihrer Wirkung ergänzen. Sie sollten langsam gelutscht und keinesfalls zerbissen oder zerkaut werden, da dies die Wirkung beeinträchtigt.Bei Kindern sollten Halstabletten erst eingesetzt werden, wenn sie in der Lage sind diese kontrolliert zu lutschen. Liegen die Beschwerden eher in den unteren Rachenabschnitte wie Kehlkopf und Stimmbändern, sind Lutschtabletten und Rachenspray die bessere Wahl, da sie diese Bereiche besser erreichen. Gurgellösungen eignen sich für den vorderen Rachenbereich und für den Mundraum. Damit sie gut wirken muß ausreichend lange gegurgelt (ca. 30 bis 60 Sekunden) gespült werden.

Hals- und Rachentherapeutika sollten möglichst nach dem Essen angewendet werden. Alternativ sollte 30 Minuten nach der Anwendung nichts gegessen und getrunken werden. So können die Wirkstoffe möglichst lange auf den Rachenbereich einwirken.
Pflanzliches ist bei Halsbeschwerden beliebt und sehr geschätzt. Zu den Klassikern gehören Extrakte aus Salbeiblätter, Thymian, isländisches Moos und Kamille.

Halsschmerz ist meist ein Symptom und geht häufig mit anderen Beschwerden wie Husten oder Schnupfen einher. Hinter harmlosen Halsschmerzen können sich aber auch schwerwiegende Krankheiten verbergen. Um so wichtiger ist es bei starken Halsschmerzen, die länger als drei bis fünf Tage dauern, mit Fieber über 39 Grad einhergehen, Ohrenschmerzen, eitrig belegten Gaumenmandeln und angeschwollenen Lymphknoten, einen Arzt aufzusuchen. Bei einem schweren Krankheitsgefühl, starken Schluckbeschwerden und weißen Belägen im Mund und im Rachenraum ist ärztlicher Rat notwendig. Das gilt auch für Schwangere, Stillende, Kinder und Patienten mit einem geschwächten Immunsystem. Die durch Viren geschwächten Schleimhäute sind sehr anfällig, dadurch können sich auch Bakterien ansiedeln. Der Mediziner spricht von einer Sekundärinfektion. Bei Kindern sind Streptokkoken die Verursacher von einer Mandelentzündung oder von Scharlach. Zur Behandlung von bakteriellen Halsenzündungen ist der Einsatz von Antibiotika erforderlich.

Damit Sie ohne Halsschmerzen durch den Winter kommen, helfen ein paar einfache Tipps.

– Hals immer mit einem Schal wärmen
– Kräuterbonbon, oder Pastillen lutschen, das befeuchtet Mund und Rachen
– in beheizten Räumen für ausreichend Luftfeuchtigkeit sorgen
– viel trinken

Hannelore Wolter
Condor Apotheke
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Vitamin D – Alles in Butter?

Am 16. November 2014

Wintersonne-gegen-Vitamin-D-Mangel

Vitamin D, auch als Colecalciferol bezeichnet, wird in unserem Körper durch die UV-Strahlen der Sonne produziert. Es gehört zu den fettlöslichen Vitaminen, wie auch Vitamin A und E. Da es der Körper selbst bilden kann, ist der Begriff Vitamin eigentlich falsch. Echte Vitamine werden mit der Nahrung zugeführt. Aufgrund seiner zahlreichen Aufgaben im Körper ist die Bezeichnung Botenstoff oder Hormon eher zutreffend.

Neben der körpereigenen Produktion können wir Vitamin D auch über die Nahrung aufnehmen. Etwa 17 g Butter streicht jeder Deutsche täglich auf seine Brötchen. Wer jedoch glaubt, damit seinen Vitamin-D-Haushalt aufzubessern, wird enttäuscht. Zwar gehört Butter nach fettem Fisch, Rinderleber und Eigelb zu den Vitamin-D-reichen Lebensmitteln. Doch der Tagesbedarf von 5 – 10 µg wird dadurch nicht annähernd gedeckt.

Fast 90 % aller Frauen in Deutschland und 81 % der Männer erhalten nicht einmal das Tagesminimum an Vitamin D durch die Nahrung. Kein Wunder – bei wem steht schon regelmäßig fetter Fisch auf dem Speiseplan? Die meisten können dieses Defizit auch nicht durch ausreichend Sonne ausgleichen. Erst recht nicht in den Wintermonaten. Denn ab einer gedachten Linie nördlich von Rom ist der Sonnenstand von Oktober bis März zu niedrig für eine ausreichende Vitamin-D-Produktion der Haut. Außerdem halten wir uns zu selten draußen auf und wenn doch, sind wir in UV-dichte Kleidung gehüllt.

Mehr oder weniger große Defizite an Vitamin D sind in unseren Breiten Realität und können zahlreiche Konsequenzen haben. Gezielte Forschungen der letzten Jahre führten zu sehr interessanten Ergebnissen. Vitamin D ist nicht nur für den Knochenbau wichtig, sondern auch für andere Körperbereiche und Funktionen. Durch seine immunstimulierende Wirkung vermindert sich die Infektanfälligkeit. Stimmt der Status im Blut, erkranken weniger Menschen an Erkältungen. Aber auch bei Asthma bronchiale, Allergien und Rheuma sinkt das Risiko zu erkranken.

Für Muskel- und Nervenzellen ist eine gute Versorgung äußerst wichtig. Denn es unterstützt die Muskelkoordination und stärkt die Muskelkraft. Dadurch lässt sich sogar das Sturzrisiko bei Senioren senken. Bei der Entwicklung und Reifung von Hautzellen spielt dieses Vitamin auch eine Rolle und kann sich günstig auf Hauterkrankungen wie Schuppenflechte und Neurodermitis auswirken. Zahlreiche Studien haben ergeben, dass eine gute Versorgung das Risiko für Darmkrebs senken kann. Bei Brustkrebs ließ sich die Rate der Metastasen beeinflussen. Aber auch bei anderen Krebsarten gibt es inzwischen Hinweise auf einen Zusammenhang mit dem Vitamin-D-Status. Bei der Entstehung von Parkinson und Multipler Sklerose kann ein niedriger Vitamin-D-Spiegel im Blut beteiligt sein.

Diabetiker haben auch einen großen Nutzen, da es an der Steuerung der Insulinausschüttung beteiligt ist und die Insulinresistenz mindert. Auch Patienten mit hohem Blutdruck sollten dieses Vitamin im Blick haben, denn es schützt das Herz und senkt den Blutdruck. Im Anti-Aging Bereich gibt es neue Erkenntnisse. So kann Vitamin D die Telomere (Enden der Chromosomen) länger erhalten. Verkürzen sich die Telomere bedingt durch die Zellteilung, entstehen vermehrt altersbedingte Erkrankungen. Telomere haben sozusagen die Aufgabe einer Lebenszeituhr. Eine Verkürzung gilt als Maßstab für den Alterungsprozess

Vitamin D ist ein sehr wichtiger Baustein für unseren Körper, den wir ihm täglich in ausreichender Menge anbieten sollten, damit unser Körper gesund bleibt.

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