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Vitamin D – Alles in Butter?

Wintersonne-gegen-Vitamin-D-Mangel

Vitamin D, auch als Colecalciferol bezeichnet, wird in unserem Körper durch die UV-Strahlen der Sonne produziert. Es gehört zu den fettlöslichen Vitaminen, wie auch Vitamin A und E. Da es der Körper selbst bilden kann, ist der Begriff Vitamin eigentlich falsch. Echte Vitamine werden mit der Nahrung zugeführt. Aufgrund seiner zahlreichen Aufgaben im Körper ist die Bezeichnung Botenstoff oder Hormon eher zutreffend.

Neben der körpereigenen Produktion können wir Vitamin D auch über die Nahrung aufnehmen. Etwa 17 g Butter streicht jeder Deutsche täglich auf seine Brötchen. Wer jedoch glaubt, damit seinen Vitamin-D-Haushalt aufzubessern, wird enttäuscht. Zwar gehört Butter nach fettem Fisch, Rinderleber und Eigelb zu den Vitamin-D-reichen Lebensmitteln. Doch der Tagesbedarf von 5 – 10 µg wird dadurch nicht annähernd gedeckt.

Fast 90 % aller Frauen in Deutschland und 81 % der Männer erhalten nicht einmal das Tagesminimum an Vitamin D durch die Nahrung. Kein Wunder – bei wem steht schon regelmäßig fetter Fisch auf dem Speiseplan? Die meisten können dieses Defizit auch nicht durch ausreichend Sonne ausgleichen. Erst recht nicht in den Wintermonaten. Denn ab einer gedachten Linie nördlich von Rom ist der Sonnenstand von Oktober bis März zu niedrig für eine ausreichende Vitamin-D-Produktion der Haut. Außerdem halten wir uns zu selten draußen auf und wenn doch, sind wir in UV-dichte Kleidung gehüllt.

Mehr oder weniger große Defizite an Vitamin D sind in unseren Breiten Realität und können zahlreiche Konsequenzen haben. Gezielte Forschungen der letzten Jahre führten zu sehr interessanten Ergebnissen. Vitamin D ist nicht nur für den Knochenbau wichtig, sondern auch für andere Körperbereiche und Funktionen. Durch seine immunstimulierende Wirkung vermindert sich die Infektanfälligkeit. Stimmt der Status im Blut, erkranken weniger Menschen an Erkältungen. Aber auch bei Asthma bronchiale, Allergien und Rheuma sinkt das Risiko zu erkranken.

Für Muskel- und Nervenzellen ist eine gute Versorgung äußerst wichtig. Denn es unterstützt die Muskelkoordination und stärkt die Muskelkraft. Dadurch lässt sich sogar das Sturzrisiko bei Senioren senken. Bei der Entwicklung und Reifung von Hautzellen spielt dieses Vitamin auch eine Rolle und kann sich günstig auf Hauterkrankungen wie Schuppenflechte und Neurodermitis auswirken. Zahlreiche Studien haben ergeben, dass eine gute Versorgung das Risiko für Darmkrebs senken kann. Bei Brustkrebs ließ sich die Rate der Metastasen beeinflussen. Aber auch bei anderen Krebsarten gibt es inzwischen Hinweise auf einen Zusammenhang mit dem Vitamin-D-Status. Bei der Entstehung von Parkinson und Multipler Sklerose kann ein niedriger Vitamin-D-Spiegel im Blut beteiligt sein.

Diabetiker haben auch einen großen Nutzen, da es an der Steuerung der Insulinausschüttung beteiligt ist und die Insulinresistenz mindert. Auch Patienten mit hohem Blutdruck sollten dieses Vitamin im Blick haben, denn es schützt das Herz und senkt den Blutdruck. Im Anti-Aging Bereich gibt es neue Erkenntnisse. So kann Vitamin D die Telomere (Enden der Chromosomen) länger erhalten. Verkürzen sich die Telomere bedingt durch die Zellteilung, entstehen vermehrt altersbedingte Erkrankungen. Telomere haben sozusagen die Aufgabe einer Lebenszeituhr. Eine Verkürzung gilt als Maßstab für den Alterungsprozess

Vitamin D ist ein sehr wichtiger Baustein für unseren Körper, den wir ihm täglich in ausreichender Menge anbieten sollten, damit unser Körper gesund bleibt.

Condor Apotheke
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